Grips-Grundschule Berlin

 

Lesende Schule
Die Grips-Kinder wollen lesen (können)

Beschreibung des Profils „Lesende Schule“ (Entwicklungsstand November 2006)

„Mit Schreiben und Lesen fängt eigentlich das Leben an.“
Aus Mesopotamien, 4.-5. Jahrhundert n. Chr.

Warum gerade dieses Profil?

Lesen stellt eine unvergleichliche Schlüsselkompetenz dar: Lesen ist Voraussetzung für lebenslanges, erfolgreiches Lernen und bildet eine Grundlage für einen sicheren Umgang mit den verschiedensten Medien.
Die Grundschule bildet die Basis für die erfolgreiche Entwicklung von Lesekompetenz und hat somit eine besondere Verantwortung, denn uns ist bewusst, dass Schulerfolg stark von der Lesefähigkeit des einzelnen Kindes abhängig ist. Zukunftsforscher gehen davon aus, dass Kinder von heute bis zu drei Berufe lernen und ausüben werden, teilweise Berufe, deren Namen wir heute noch nicht kennen. Zum Erlernen dieser Berufe ist eine gut ausgebildete Lesekompetenz der Schlüssel. Wer schlechter liest, hat jetzt und in der Zukunft Chancennachteile.

Die Ergebnisse der großen Vergleichsstudien haben auch die Kolleginnen und Kollegen unserer Schule sehr nachdenklich gemacht. Im Zusammenhang mit diesen Untersuchungen wurde festgestellt, dass gerade Kinder aus sozial schwachen Familien und Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache besonders schwache Ergebnisse im Bereich Lesekompetenz erreicht haben.
Dies führte in der Grips-Grundschule zu einer Diskussion und zu dem Vorhaben, Leseförderung zu einem zentralen Punkt der pädagogischen Arbeit zu machen.

Die vier Säulen unserer „lesenden Grips-Grundschule“

Die Grips-Grundschule geht davon aus, dass ihre „lesende Schule“ auf folgenden vier Säulen „steht“:

Innerhalb dieser vier Säulen verfolgt das Kollegium verschiedene Anstrengungen, um die Lesekompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler, besonders auch der Migrantenkinder erfolgreich zu entwickeln.

1. Lesen im Deutschunterricht

„Lesen bedeutet, Vorstellungen und Wissen zu erweitern. Es bereitet Vergnügen, regt die Fantasie an und fordert zur Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit heraus. Es ermöglicht den Zugang zu den Erfahrungen und Gefühlswelten anderer. Damit trägt Lesen zur Identitätsentwicklung der Schülerinnen und Schüler bei.“ (Rahmenlehrplan Deutsch Grundschule, S. 28)

Der Deutschunterricht ist das zentrale Fach für die Vermittlung von Lesekompetenz. Er bietet die Basis, auf der in den anderen Fächern jedoch weitergearbeitet werden muss. Der Deutschunterricht setzt im Bereich Lesen folgende Schwerpunkte:

Entwicklung von Leseinteressen

Dem Anbahnen, Entwickeln und Aufgreifen der Leseinteressen unserer Schülerinnen und Schüler kommt eine wichtige Rolle zu, wissen wir doch, wie eng Lesemotivation und Leseerfolg zusammenhängen. Daher gehört Vorlesen zu den festen Unterrichtsritualen. In der Schuleingangsphase nutzen wir zudem Familien-Leserollis (in den beiden Lerngruppen jeweils zwei Rollis, die mit zwölf Medien bestückt sind), die im Laufe des ersten Schulbesuchsjahrs zu jeder Familie „rollen“ und dort zum gemeinsamen Schmökern und Betrachten einladen. Die Lehrerinnen stoßen die Entwicklung in den verschiedenen Klassenstufen an, indem sie

Dabei tauschen sich die Kinder in allen Klassenstufen immer wieder über ihre Leseinteressen aus und dokumentieren sie in Materialien wie dem


Mein Kurzweil aber ist gewesen, von Jugend auf Bücher zu lesen. Hans Sachs

Entwicklung von Dekodierfähigkeit

Lesesicherheit und Leseflüssigkeit entwickeln sich nach der Phase des Schriftspracherwerbs nicht von alleine weiter. In der Grips-Grundschule trainieren daher die Kinder ihre Dekodierfähigkeit individuell an ihrem Lernstand orientiert,
werden gefördert und gefordert. Nur wer sicher liest, wird gerne lesen. Ein Lernen im Gleichschritt ist hier nicht möglich, da die Fähigkeiten der Kinder eine große Bandbreite aufweisen. Grundprinzip ist, dass das üben der Lesesicherheit in Formen von Binnendifferenzierung und Individualisierung und in sinnvollen Zusammenhängen und unterschiedlichen Lernsituationen vollzogen wird.

Entwicklung von Lesestrategien

Grundlegende Aufgabe des Deutschunterrichts ist es auch, die bewusste Anwendung wichtiger Lesestrategien auszubilden, die als Basis für das gesamte Lernen anzusehen sind. „Die Lesestrategien ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, selbstständig Informationen aus Texten zu entnehmen. Ausgehend davon lernen sie, Kerngedanken und Zusammenhänge in Texten zu erkennen, Schlussfolgerungen zu ziehen und Konsequenzen zu beschreiben.“ (Rahmenlehrplan Deutsch Grundschule, S. 28)
Um diese Strategien erfolgreich zu vermitteln nutzt die Grips-Grundschule den „Leselotsen“ (PISA-Koffer bzw. Praxisbox Lesen/LISUM) ab Klasse 4. Für die Klassen 1-3 wird ein eigener „kleiner Leselotse“ entwickelt, der einfacher angelegt ist und schon verschiedene Teilschritte des „großen Leselotsen“ einübt:

Klasse 1/2/3:

Klassen 4/5/6:

Begleitung und Unterstützung individueller Leseprozesse

Nach dem neuen Rahmenlehrplan Deutsch ist es vorgesehen, dass jedes Kind mindestens zwei Bücher pro Schuljahr liest. Damit gleichermaßen Lesevergnügen und Lesekompetenz entwickelt werden, nutzt der Deutschunterricht in der Grips-Grundschule für das Lesen von Lektüren verschiedene Methoden, die eine Auseinandersetzung mit einem Text über einen längeren Zeitraum begleiten. Die Methoden zielen darauf ab, durch unterschiedlichste Leseaufgaben individuelle Leseprozesse anzustoßen, zu begleiten und zu unterstützen und somit ein tieferes Textverständnis zu erreichen. Dabei werden persönliche Bezüge zu Texten, aber auch eine systematische und genaue Erschließung initiiert.

Folgende Methoden/Instrumente werden u.a. konsequent im Deutschunterricht der verschiedenen Jahrgangsstufen genutzt:

Folgende Absprachen für die Einführung der Methoden wurden getroffen, die auch den Schülerinnen und Schülern transparent gemacht werden sollen:


Bücher, ein Haufen toter Buchstaben? Nein, ein Sack voll Samenkörner. Andre Gide

Lernstandsdiagnosen im Bereich Lesen

Für Lernstandsdiagnosen wird die Hamburger Leseprobe (von Peter May, Helga Arntzen) genutzt. Auch führen die Lehrerinnen einmal am Ende des Schuljahrs in den Klassen 1-4 den Stolperwörtertest (von Wilfried Metze) durch.
Die 2. und 4. Klassen beteiligen sich an den landesweiten Orientierungs- bzw. Vergleichsarbeiten. Diese dienen zur Ermittlung des individuellen Lernstands des Kindes wie auch zur Diskussion innerhalb des Kollegiums bezüglich der von der Schule erreichten Ergebnisse.

2. Lesen in allen Fächern

Wenn sich die Entwicklung von Lesekompetenz in der Schule auf alle Texte (im Sinne des weiten Textbegriffs) beziehen soll, kann Lesen nicht allein Gegenstand des Deutschunterrichts sein.
Das Lesen bestimmter Textformen, auch der nicht kontinuierlichen Texte (=Tabellen, Diagramme, Karten ...) muss in den entsprechenden Fächern thematisiert und es muss die fachspezifische Lesekompetenz eingeübt werden. „Viele Schüler mögen in der Vergangenheit schlechte Fachnoten bekommen haben, nicht deshalb, weil sie von den Inhalten selbst nichts verstanden haben, sondern primär, weil sie die Fachtexte nicht lesen konnten, aus denen sie lernen sollten.“ Diese Ansicht von Bettina Hurrelmann (Professorin an der Universität zu Köln und Leiterin der Arbeitsstelle für Leseforschung und Kinder- und Jugendmedien) teilen wir und legen deshalb unser besonderes Augenmerk in allen Fächern


3. Lesekultur

Lesekultur, die mit einer Gesprächs- und Schreibkultur verbunden sein soll, entwickelt sich nicht allein im Unterricht. Wenn Lesekultur ein Bestandteil von unserem Schulleben sein soll, muss Lesen auch über die Grenzen unserer Klassenräume hinausgehen. Dazu müssen immer wieder Rituale, Aktionen und Projekte angestoßen und entwickelt werden, die unsere Schule in Teilen oder als ganze über das Lesen von Texten und über Gespräche und Aktivitäten zu Texten verbindet und nach außen öffnet.

Folgende Formen von Lesekultur werden in unserer Schule praktiziert:


4. Kooperationen

Die Grips-Grundschule ist bei der Verwirklichung ihrer Ziele auf Unterstützung von Kooperationspartnern angewiesen.

Eltern:
Enge Kooperationen ergeben sich mit den Eltern unserer Schule, die dem Profil „lesende Schule“ sehr positiv gegenüber stehen. Es gibt an der Grips-Grundschule eine Arbeitsgruppe „Lesen“, die aus Eltern, Lehrerinnen, Lesepaten und einer Erzieherin zusammengesetzt ist. Die Arbeitsgruppe hat sich die Aufgabe gesetzt, Projekte zum Thema „Lesen“ zu initiieren, zu begleiten und zu unterstützen (z.B. Projekt: rotes Lesesofa). Zudem ist geplant, Eltern aus anderen Herkunftsländern dazu zu gewinnen, dass sie in den Klassen und bei Schulveranstaltungen in ihren Muttersprachen vorlesen.

Übrigens: Das Thema „Lesen“ wird regelmäßig bei Elternabenden in den verschiedenen Jahrgangsstufen aufgerufen. In der Jahrgangsstufe 1/2 findet stets ein spezieller Elternabend (evtl. in Kooperation mit der Bibliothek) statt, der sich allein diesem Thema widmet (Anregungen und Material für diesen Elternabend aus dem Praxisbox Lesen). Evtl. Buchhandlung Anagramm um Kooperation bitten/Büchertisch an einem Abend in der Schule anbieten, an dem mehrere Elternabende stattfinden...

Weitere Lese-Kooperationspartner unserer Schule sind

Zum Schluss: Wer Lesen lernt und wer Lesen lehrt, braucht einen langen Atem.

„Die guten Leutchen ... wissen nicht, was es einen für Mühe kostet, um lesen zu lernen. Ich habe 80 Jahre dazu gebraucht und kann noch jetzt nicht sagen, dass ich am Ziele wäre.“ Goethe zu Eckermann am 15.1.1830

Lesepaten

Seit April 2005 unterstützen uns 15 Lesepaten. Sie wurden über das „Netzwerk Bildung“ des VBKI (www.vbki.de) vermittelt. Unsere Lesepaten sind vornehmlich in den unteren Klassen eingesetzt. Nach Absprache mit den Klassenlehrerinnen fördern sie unsere Kinder mit viel Engagement.

Rotes Lesesofa

Lesender Schüer auf dem roten Lesesofa

Angeregt durch das Projekt „Die rote Couch“ des Künstlers Heinrich Wackerbarth entstand an unserer Schule die Idee des „Roten Lesesofas“. Am Ende des Schuljahres 2004/05 wurden alle an der Schule Lernenden und Arbeitenden zu ihren speziellen Leseinteressen befragt und lesend auf dem „Roten Lesesofa“ fotografiert. Gefragt wurde: In welchem Buch würdest du gerne mitspielen? Welche Figur würdest du gerne sein? Warum? Die Ausstellung mit allen (über 300) Fotos und Texten wird beim „Tag der Offenen Tür“ der Grips-Grundschule am 16. September 2005 eröffnet.


Lesekoffer

Lesen ist auch Familiensache! In verschiedenen Schulen konnte nachgewiesen werden, dass Kinder, die von klein auf in ihren Elternhäusern Kontakt zu Büchern bekommen, meist ihre Lesefähigkeit positiv entwickeln können. Kinder aus schriftfernen Familien haben im Vergleich zu diesen Kindern einen deutlichen Nachteil. Deshalb wurden in verschiedenen Ländern, z.B. in den USA oder in Kanada, Konzepte zur Förderung der „family literacy“ entwickelt. Angeregt von dieser Idee entstand die Idee der Familien-Lesebox (Konzeption: LISUM Berlin, www.lisum.de), deren Einsatz ganz besonders in sozialen Brennpunktschulen Berlins in den Klassen der Schulanfangsphase zu empfehlen ist. Jede Klasse sollte über drei identische Familien-Leseboxen verfügen, die an einem Elternabend vorgestellt werden. Im Laufe des Schuljahres hat jede Familie die Möglichkeit ungefähr drei Wochen lang die Familien-Lesebox zu Hause zu haben, gemeinsam zu schmökern, zu lesen, vorzulesen, zu hören usw. So entsteht eine gemeinsame Leseerfahrung für alle Kinder der Klasse und ihre Familien.

Buch des Monats

April:
Christa Zeuch
Zusammen sind wir stark

Dezember:
Andreas Steinhöfel
Es ist ein Elch entsprungen
Carlsen - Verlag

September:
Chen Jianhhong
Der Tigerprinz
Moritz Verlag

August:
Knister
Hexe Lilli und der Ritter auf Zeitreise
Mit Bildern von Birgit Rieger
Arena Verlag

Juli:
George Saunders/Lane Smith
Die furchtbar hartnäckigen Gapper von Frip
Bloomsbury 2004

Ausführliche Informationen zu den Büchern finden Sie unter Schüler - Lesetipps

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Schwerpunktbildung - Wahlunterricht verbindlich

Der „etwas andere“ Unterricht findet zwei Stunden pro Woche für die 5. und 6. Klassen statt. Zu Beginn jedes Schuljahres werden die neuen Kurse vorgestellt. Entsprechend ihrer Wünsche können unsere Schülerinnen und Schüler aus sprachlichen, künstlerischen, sportlichen und interkulturellen Angeboten wählen. Um möglichst viel auszuprobieren, besteht halbjährlich die Möglichkeit zum Wechsel der Kurse. Das Beste an diesem Unterricht: Es gibt keine Zensuren! Ab dem Schuljahr 2005/2006 werden wir verstärkt Kurse anbieten, die unserem Schulprofil „Lesende Schule“ entsprechen.

Tag Zeit Klasse Ort Kurs Lehrer
Mittwoch 13.45 - 14.30 Uhr Kl. 5/6 R. 210 Experimentieren Fr. Ullrich
Mittwoch 13.45 - 15.15 Uhr Kl. 5/6 R. 10 Steitschlichter Fr. Hämmelmann
Fr. Westenberger
Mittwoch 13.45 - 14.30 Uhr Kl. 5/6 Werkraum Ton, Steine, Scherben Fr. Serbser
Mittwoch 13.45 - 14.30 Uhr Kl. 5/6 R. 111 Have fun and become fit Fr. Hinger
Mittwoch 13.45 - 14.30 Uhr Kl. 5/6 Turnhalle Tanzen Fr. Richter
Mittwoch 13.45 - 14.30 Uhr Kl. 5/6 Computerraum Computer Hr. Schütze
Mittwoch 13.45 - 14.30 Uhr Kl. 5/6 R. 210 Kunstabenteuer Fr. Glase

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Förderung

Mütter-Kinder-Gruppen

Im Rahmen des DaZ werden in einigen Klassen unserer Schule Mü-Ki-Gruppen eingerichtet. Hier treffen sich Mütter nicht deutscher Herkunft, um zusammen mit ihren Kindern Methoden des Lernens kennen zu lernen. Auch werden Inhalte des Unterrichts stichpunktmäßig dargestellt und erläutert. Kurze Übungen wechseln mit Lernspielen ab. Gespräche über kulturelle Eigenheiten haben ihren Platz. Der Vorteil besteht darin, dass die Mütter sich gegenseitig etwas erklären können und mit ihren Fragen zum Unterricht nicht hilflos vor der Lehrerin stehen. Umgekehrt ist es für die Lehrerin eine Chance, mit Müttern ins Gespräch zu kommen, die sich dem schulischen Bezugsfeld auf Grund ihrer sprachlichen Schwierigkeiten lieber entziehen. So lernt z.B. eine arabische Analphabetin durch die Unterstützung in der Mü-Ki-Gruppe den Stundenplan lesen und schickt ihr Kind pünktlich zum Unterricht, und die Lehrerin erfährt von den häuslichen Nöten mit den Hausaufgaben und erklärt die Aufgaben noch einmal. Die Gewinner sind die Kinder, die Erwachsene um sich haben, die „am gleichen Strang ziehen“. Die Kinder freuen sich sehr auf diese Stunde, die oft die einzige in der Woche ist, in der sie die Mutter ganz für sich haben.

Förderunterricht

Unser Ziel ist es jeden Schüler bestmöglich zu fördern.

Förderung findet unmittelbar in jeder Stunde durch einen differenzierten Unterricht, durch Freiarbeit, durch Arbeit am Wochenplan, durch Projektunterricht und durch Methodenvielfalt statt.

Parallel zum Unterricht bieten wir einmal pro Woche Förderunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch an. Hier werden in der Regel leistungsschwache Schüler gefördert.

Leistungsstarke SchülerInnen haben die Möglichkeit ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in einem speziellen Förderunterricht zu erweitern, beispielsweise im Deutschclub.

Für Schüler mit besonderen Stärken in einem Unterrichtsfach gibt es die Möglichkeit am Unterricht der nächsthöheren Klasse in diesem Fach teilzunehmen.

Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Sprachlos? - Nicht bei uns! Denn bei uns gibt es DaZ - Deutsch als Zweitsprache.

Wie unterrichten wir DaZ?

Es gibt DaZ-Kurse vor und nach dem regulären Unterricht und auch während des Unterrichtstages in Freistunden. Dazu wurde von den DaZ-Fachlehrern spezielles Arbeitsmaterial zusammengestellt. In den 5. und 6. Klassen arbeitet der DaZ - Lehrer zum Teil auch parallel zum Fachlehrer und kann so den Kindern bei schwierigen Fachtexten Hilfestellung leisten. Im kommenden Schuljahr werden wir einen Raum speziell als DaZ-Fachraum umgestalten.

Lese-Rechtschreibförderung (LRS)

WSEIO KNÖNEN SIE DEIESN STAZ LSEEN; OWHOBL DIE BCUTHSAEBN NCHIT IN DER RITHCIEGN RIEHNEFOGLE SHETEN?

Kinder, bei denen Lese - Rechtschreibschwächen (LRS) festgestellt wurden, erhalten spezielle Förderstunden. LRS - Kindern fällt es schwer zu lernen, wie Laute in geschriebene Buchstaben übersetzt werden. Deshalb wird die Wahrnehmung geübt, denn oft können Augen und Ohren nicht die Reihenfolge einzelner Buchstaben und Laute richtig herausfinden.

Einzelintegration

Um Schüler mit Defiziten in einem Bereich bestmöglich zu fördern findet bei uns Einzelintegration statt. Der Integrationsunterricht erfolgt hierbei parallel zum allgemeinen Unterricht.

Binnendifferenzierung

Auf die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Kindes wird eingegangen.

Die Kinder werden gefordert und nicht über- oder unterfordert.

Die Kinder werden bei ihrem individuellen Leistungsstand „abgeholt“.

Das bewusste, selbstständige Handeln jedes einzelnen Kindes wird gefördert und sein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt. Jedes Kind soll erfahren, dass es fähig ist, etwas zu leisten.

Binnendifferenzierung findet bei uns statt

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Flexible Schuleingangsphase

Die Schulanfangsphase an der Grips – Grundschule (Klassenstufe 1- 3)

In unserer Schule leben und lernen ganz unterschiedliche Kinder gemeinsam: Mädchen und Jungen, große und kleine Kinder, Kinder aus den verschiedensten Kulturkreisen, Kinder mit und ohne Behinderung ....
Unsere Schule ist eine Gemeinschaft, die aus vielen Individuen besteht und ein gemeinsames Ziel hat: das erfolgreiche Lernen für jeden.
Wir unterrichten nach den geltenden Rahmenplänen für die Berliner Grundschule. Darüber hinaus haben wir ein spezielles Schulprofil entwickelt, um den verschiedenen Bedürfnissen der Kinder möglichst gut gerecht zu werden.

Pädagogische Ziele:

Es ist unser Ziel, dass jedes Kind seine obere Leistungsgrenze erreicht. Diese individuelle Grenze kann weit über einer Norm, aber auch weit darunter liegen.
Allen Kindern einer Klasse ein passendes Lernangebot zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig das gemeinschaftliche Leben und Lernen zu fördern, ist die wichtigste alltägliche Aufgabe für die Pädagoginnen und Pädagogen an unserer Schule.
Gerade in der Schulanfangsphase hängt die Lern- und Leistungsmotivation der Kinder davon ab, dass jedes Kind Lernerfolge erzielt und diese auch wahrnimmt. Das Vertrauen in die eigenen Lern- und Leistungsfähigkeit, ein gestärktes Selbstwertgefühl und eine gute Selbsteinschätzung sind neben Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz wesentliche Voraussetzungen für das weitere schulische Lernen.

Kinder lernen bei uns noch viel mehr als lesen, schreiben und rechnen, sie lernen:

Zur Verwirklichung unserer Ziele nutzen wir viele Ideen und Materialien der Reformpädagogik (Petersen, Montessori ...)
Die Ganztagsschule ermöglicht es uns, das gemeinsame Lernen nicht nur auf die Unterrichtszeit zu beschränken. Eine enge Zusammenarbeit von Lehrerinnen und Lehrern mit Erzieherinnen und Erziehern sowohl im als auch außerhalb des Unterrichts führt zu besseren Lernchancen für jedes Kind.

Vielfalt und Gemeinsamkeit – Die Heterogenität als Chance, auch im jahresübergreifenden Lernen (JÜL)

Um diesen Zielen noch besser gerecht werden zu können begannen wir im Schuljahr 2007/2008 in der Schulanfangsphase mit dem Aufbau jahrgangsübergreifender Klassen.

Der Schulversuch in Berlin und die Erfahrungen der Reformpädagogik haben gezeigt, dass es im jahrgangsübergreifenden Lernen noch besser gelingt, der Heterogenität der Kinder gerecht zu werden:
Jedes Kind, das neu in die Schule kommt, findet in seiner Klasse bereits Kinder vor, die sich auskennen, die wissen, wie das Lernen funktioniert, die zeigen, wo die eigene Anstrengung hinführt.
So erhält jedes Kind mehr Zuwendung, als die einzelne Lehrerin allein ihm geben kann. Eingeführte Regeln, Rituale und Arbeitsformen werden weitergegeben und müssen nicht immer wieder neu eingeführt werden.
Jedes Kind ist mal „Anfänger“ und mal „alter Hase“, mal leistungsstärker oder leistungsschwächer.
Jedes Kind kann seinen individuellen Lernweg gehen und zwei, drei oder vier Jahre in der  Lerngruppe bleiben, ohne die Klassengemeinschaft verlassen zu müssen. Anschließend rückt es dann immer gemeinsam mit anderen Kinder aus der Klasse in die nächsthöhere Klassenstufe (Klasse 4) auf.

Bisher haben wir in der Schulanfangsphase (Klasse1 und 2) und in den Projektwochen bereits Erfahrung im jahrgangsübergreifenden Lernen gesammelt. Zusammen mit den Erfahrungen unserer Pädagoginnen und Pädagogen im binnendifferenzierten Unterricht und mit der Integration von Kindern mit speziellem Förderbedarf verfügen wir so über eine gute Grundlage, um den Schritt zum jahrgangsübergreifenden Lernen in der Schulanfangsphase (Klasse 1 - 3) gehen zu können.

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Fremdsprachen

Ab Klasse 3 erlernen Kinder die erste Fremdsprache im regulären Unterrichtfach. Zur Wahl stehen an der Gripsgrundschule Englisch und Französisch. Vorbereitend dazu findet für die Eltern der Zweitklässler zu diesem Thema ein spezieller Elternabend statt. Anschließend können sich die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern entscheiden, an welchem Fremdsprachenunterricht teilgenommen werden soll.

Französisch an der Grips-Grundschule

An der Grips-Grundschule wurde im Jahre 2004 aufgrund der Nachfrage vieler Eltern ein Französischlernangebot in Form von Arbeitsgemeinschaften gestartet. Diese Arbeitsgemeinschaften wurden zunächst von den Eltern mit Hilfe des Stadtteilvereins Tiergarten e.V. und unter Mitwirkung von Miriam Mueller (Vorsitzende eines Vereins zur Förderung bilingualer Erziehung www.initiale.org) selbst organisiert.

Seit November 2004 führen wir AG's durch, in denen Kinder in zum Teil altersgemischten Gruppen die französische Sprache erlernen können. Im offenen Ganztagsbetrieb wird das Sprachkonzept durch einen französischen Muttersprachler als Erzieher unterstützt. Ziel ist es, den Kindern auf spielerische und leichte Art die französische Sprache näher zu bringen. Seit dem Schuljahr 2006/2007 wird an unserer Schule nun auch ein Französischsprachkurs innerhalb des regulären Unterrichts in Klasse 3 angeboten.

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